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Vasektomie – Unterbindung

 Vasektomie

Die Vasektomie.

Nach Abschluss der Familienplanung besteht bei vielen Paaren der Wunsch nach einer zuverlässigen, andauernden und kostengünstigen Verhütungsmethode. Eine der sichersten Methoden ist hierbei die Vasektomie, die sogenannte Unterbindung oder auch Sterilisation des Mannes, bei der die beiden Samenleiter durchtrennt werden. Dieser Eingriff zählt heute zu den am häufigsten durchgeführten Operationen und zeichnet sich durch eine hohe Effektivität, Komplikationsarmut und Kostengünstigkeit aus. Die Sexualität wird durch die Vasektomie nicht beeinträchtigt.

Vasektomie – Was ist das? So nennt man die Sterilisationsoperation beim Mann. Dabei werden die beiden Samenleiter unterbunden und durchtrennt. Die Samenleiter sind die Kanäle, durch welche die Spermien vom Hoden (Ort der Produktion) zur Prostata (Ort des Reservoirs) wandern.

Ist man sofort nach der Operation steril? Nein. Die Reserven an Spermien im Bereich der Prostata reichen für ca. 2 Monate. Bis alle diese Spermien ejakuliert wurden, muss unbedingt die bisherige Methode der Schwangerschaftsverhütung angewendet werden. Ein Spermiogramm  6-8 Wochen nach der Operation wird das Fehlen von Spermien im Ejakulat nachweisen.

Ist dieser Eingriff definitiv? Der Eingriff muss als definitiv betrachtet werden. Es gibt zwar Operationsmöglichkeiten zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenleiter. Diese Operationen sind aber recht aufwendig und die Erfolgschancen betragen zwischen 30- 70%. Zudem werden diese Eingriffe in der Regel weder von einer Krankenkasse noch von einer Versicherung bezahlt.

Beeinflusst die Vasektomie mein Sexualleben? Nein. Der Hoden bleibt intakt, der Hormonhaushalt bleibt absolut unverändert. Sexualtrieb und Erektion bleiben unverändert, ebenso die Ejakulation.

Ist die Methode sicher? Ja. Allerdings sind sehr sehr seltene Fälle von spontaner Rekanalisation beschrieben (unter 1:10‘000).

Hat die Operation Komplikationen? Wie bei jedem chirurgischen Eingriff, ist eine Infektion möglich. Durch peinlich genaues Einhalten der Vorbereitungen, kann diese Gefahr auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Gelegentlich bildet sich ein kleiner Bluterguss, der sich meistens von selbst resorbiert.

Hat der Eingriff längerfristige Nachteile? In wissenschaftlichen Untersuchungen konnten bisher keine störenden Nebenwirkungen oder längerfristige Nachteile dokumentiert werden.

Wie läuft die Operation ab? Ist die Operation schmerzhaft? Dauer der Arbeitsunfähigkeit? Der Eingriff wird in unserer Sprechstunde in einer örtlichen Betäubung vorgenommen. Während des Eingriffs gibt es nur minimale Schmerzen. Nach der Operation empfehle ich die Einnahme eines schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamentes. Im Allgemeinen resultiert aus dem Eingriff keine Arbeitsunfähigkeit.

Kosten: Der Eingriff kostet 750 CHF falls keine unüblichen Komplikationen auftreten. Zusätzlich werden dem Patienten für die Durchführung des Spermiogramms direkt durch das Labor 40-50 CHF in Rechnung gestellt. Bei der Vasektomie handelt es sich um keine Pflichtleistung der Krankenkassen. Es gibt allerdings Kassen, die im Sinne einer freiwilligen Leistung die Kosten vergüten.

Zentrum für sakrale Neuromodulation

Seit Januar 2014 sind wir dank meiner Akkreditierung bei der SSSNM ein zertifiziertes Zentrum für die Durchführung der sakralen Neuromodulation. Bei diesem Therapieansatz für Blasenfunktionsstörungen wird eine Elektrode an den sogenannten Sakralnerven implantiert sowie ein Schrittmacher im Lendenbereich, der – ähnlich wie ein Herzschrittmacher – permanente sanfte elektrische Impulse an die Sakralnerven abgibt. So wird die natürliche Funktionalität der Blase wiederhergestellt. Die Stärke der elektrischen Impulse kann individuell angepasst werden. Die meisten Patienten spüren anfangs nur ein leichtes Kribbeln, später nehmen sie die Stimulierung meist gar nicht mehr wahr.
Die Implantation des “Blasenschrittmachers” erfolgt minimal-invasiv, d.h. der Eingriff erfordert nur kleine Hautschnitte.

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Querschnitt der Blase

Da-Vinci-Prostatektomie

Ich operiere seit einiger Zeit regelmässig am Kantonsspital Winterthur. Die roboterassistierte radikale Entfernung der Prostata ist derzeit die modernste Methode zur Behandlung von Prostatakrebs. In den USA gilt sie als “Goldstandard”, dort liegt der Anteil des Da-Vinci-Chirurgiesystems bei Prostataoperationen bei 70%. In der Schweiz sind zurzeit ca. 18 solcher Systeme im Einsatz. Wir sind stolz darauf, unseren Patienten am GZO dank der Kooperation mit dem KSW eine operative Versorgung auf solch internationalem Spitzenniveau anbieten zu können.

Bei der Operation können dank dreidimensionaler Sicht und zitterfreien (da instrumentell gestützten) Bewegungen Nerven und umliegendes Gewebe besser geschont werden. Der Patient verliert weniger Blut und kann sich schneller erholen.

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Da Vinci Prostatektomi (Video von gzo.ch)

Therapie DaVinci

Mehr zum “Goldstandard” in Amerika: Quelle Grey’s Anatomy